Fluchtpunkt Kunst. Lutz Wohlrab im Falladahaus

Artefakte aus den 1980er Jahren und Neues 

Buchpremiere und Vernissage am 24. Juli um 17 Uhr

Steinstraße 59, 17489 Greifswald
24. Juli bis 2. Oktober 2026  
Öffnungszeiten: Dienstag 15 – 19 Uhr, bei Veranstaltungen und nach Vereinbarung 

Lutz Wohlrab zeigt neben interessanten Artefakten aus den 1980er Jahren auch aktuelle Malerei. Im neuen Buch erzählt er von seiner Freundschaft mit Martin Bernhardt und Dietrich Buhrow. Trotz Repressalien stellten sie keine Ausreiseanträge, denn die Kunst war ihr Fluchtpunkt.

Lutz Wohlrab: Fluchtpunkt Kunst
Erscheinungsdatum: 07/2026

Finissage mit dem Vortrag „Mail Art aus der DDR im internationalen Austausch“ von Lutz Wohlrab am 2. Oktober um 17 Uhr

FLUCHTPUNKT KUNST
Buchpremiere und Ausstellung von Lutz Wohlrab im Falladahaus Greifswald
vom 24. Juli bis 2. Oktober 2026 

Lutz Wohlrab zeigt neben interessanten Artefakten aus den 1980er Jahren auch aktuelle Malerei. Im neuen Buch erzählt er von seiner Freundschaft mit Martin Bernhardt und Dietrich Buhrow. Diese Gruppe fiel in den 1980er Jahren zuerst durch ihre Hoffeste auf. Weil sie sich mit dem Verfall der Altstadt nicht abfinden konnten, klebten sie 1984 nachts ein Plakat an Hauswände. Es war ein Protest gegen die geplante „Stadtverschönerung“ durch den Bau eines Brunnens auf dem Marktplatz. Im Linoldruckverfahren stellten sie das Buch „FHUNDE und Gedichte von Fukarek“ her. Auf der Buchpremiere kam es zu einem Skandal, einer Fahnenverbrennung. Während sie ein zweites Buch druckten, wurden sie verhaftet. Dietrich Buhrow und Martin Bernhardt wurden zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Lutz Wohlrab und Martin Bernhardt wurden für drei Jahre vom Studium ausgeschlossen, sie sollten sich „in der Produktion bewähren“. 

Und das taten sie auch. Alle drei produzierten vermehrt Kunst und überwanden die Entfernungen zwischen Woldegk, Ueckermünde und Berlin durch die Mail Art. Sie stellten keine Ausreiseanträge, denn die Kunst war ihr Fluchtpunkt. Sie beteiligten sich an internationalen Mail Art-Projekten und organisierten selbst welche, vervielfältigten Fotomontagen in der Dunkelkammer und drehten Super-8-Filme. 
Im November 1990 stellten die drei die „Geschichte der Kunst und der Verfolgung einer Freundschaft“ in ihrer Geburtsstadt im Sozio-kulturellen Zentrum St. Spiritus aus.
Seitdem ist viel Wasser den Ryck hinuntergeflossen und es wurde Zeit, einen neuen Blick auf die Artefakte von Damals zu werfen. In der aktuellen Malerei von Lutz Wohlrab nehmen Porträts von Künstlern, wie Hermann Hesse, Gottfried Benn, Ben Vautier und Joseph Beuys, aber auch von Sibylle Leifer und Oskar Manigk, mit denen er schon in den 1980er Jahren zusammengearbeitet hat, einen nicht unwichtigen Raum ein.  

Lutz Wohlrab wurde 1959 in Greifswald geboren. 1985 zog er nach Berlin, wo er heute als Psychoanalytiker in eigener Praxis tätig ist. Daneben betreibt er einen Verlag und bewegt sich künstlerisch vor allem im Feld der Mail Art. 

Lutz Wohlrab: Fluchtpunkt Kunst
Erscheinungsdatum: 07/2026
96 Seiten mit vielen farbigen Abbildungen
Broschur, Format: 24 x 17 cm
ISBN: 978-3-9825642-1-0
15 €

http://www.wohlrab-verlag.de/buecher_fluchtpunkt.php