Judith Zander in Greifswald

Freitag | 01.10.2010 | 20:00 Uhr | Lesung | Eintritt: 5,-/3,- Euro

Koeppenhaus

Judith Zander liest aus „Dinge, die wir heute sagten“

Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit der Buchhandlung WEILAND

Bresekow, ein Dorf in Vorpommern. Als die alte Frau Hanske stirbt, kommt ihre Tochter Ingrid mit ihrer Familie aus Irland zur Beerdigung. Ingrid hatte Bresekow vor vielen Jahren fluchtartig verlassen. Der Besuch verändert vieles im Dorf, wirft gerade für die Familien Ploetz und Wachlowski alte und neue Fragen auf. Die Dorfbewohner beginnen zu sprechen, über ihr derzeitiges Leben und ihre Verstrickungen von damals. Bresekow war immer eine kleine Welt, eng, abgelegen und heute zudem vom Verfall bedroht. Judith Zander lässt drei Generationen zu Wort kommen. Sie erzählt mit ungeheurer Sprachkraft von einem verschwiegenen Ort im Nordosten Deutschlands, von Provinz und Alltag, von Freundschaft und Verrat, vom Leben selbst.

Judith Zander wurde 1980 in Anklam geboren und lebt heute in Berlin. Sie studierte Germanistik, Anglistik sowie Mittlere und Neuere Geschichte in Greifswald, anschließend am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Neben dem Schreiben von Lyrik und Prosa übersetzt sie aus dem Englischen. Für ihre Arbeit erhielt Judith Zander mehrere Auszeichnungen, u.a. den Lyrikpreis beim open mike 2007 und den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis 2009. „Dinge, die wir heute sagten“ ist ihr erster Roman, für den sie mit dem Preis der Sinecure Landsdorf 2010 ausgezeichnet wurde. Bei den 34. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt wurde Judith Zander für ihren Auszug aus dem Roman mit dem 3sat-Preis 2010 geehrt. Zudem wurde der Roman in die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2010 aufgenommen.

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